» Künstler

Vadim Glowna

Biographie

 
   

Vadim Glowna wurde 1941 in Eutin geboren. Der vielseitige Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor besuchte die Schauspielschule in Hamburg. Gustaf Gründgens holte ihn direkt nach seiner Ausbildung an das Hamburger Schauspielhaus, wo seine Karriere begann. Glowna spielte anschließend weiter Theater u. a. bei Peter Zadek, Claus Peymann, Peter Palitzsch und anderen. Sein Regiedebüt am Theater gab er 1973 in Hamburg mit Ann Jellicoes Stück "Was ist an Tolen so sexy?".
Neben der Bühnenarbeit konnte man den erfolgreichen Charakterdarsteller in zahlreichen Film- und Fernsehrollen sehen. Darunter auch internationale Kinoauftritte, wie in Sam Peckinpahs Kriegsfilm „Steiner - Das eiserne Kreuz“, Bertrand Taverniers Drama „Der gekaufte Tod“ sowie Claude Chabrols „Stille Tage in Clichy“.
In Deutschland ist er dem Publikum nicht nur durch zahlreiche Serienauftritte, wie beispielsweise in „Der Kommissar“, „Derrick“, „Der Alte“, „Ein Fall für Zwei“ und vielen anderen bekannt. Vadim Glowna arbeitete mit Regiegrößen wie Reinhard Hauff, Edgar Reitz, George Tabori, Jürgen Flimm und Maximilian Schell zusammen.
Für seine Rolle in Oskar Roehlers „Die Unberührbare“ wurde er im Jahr 2000 mit dem Preis der Deutschen Filmkritik als Bester Schauspieler ausgezeichnet. Vadim
Glowna überzeugte darüber hinaus mehrfach durch eigene Regiearbeiten. Mit seinem Debüt „Desperado City“, eine realistische Milieustudie aus St. Pauli, gewann
Vadim Glowna 1981 in Cannes die Caméra d'Or und schaffte auf Anhieb den internationalen Durchbruch als Filmregisseur.
Neben seiner Tätigkeit im Bereich Theater und Film hat der vielseitige Künstler eine Professur für Filmregie an der Kunstakademie Düsseldorf inne.

   

 

zurück

 

www.ckconsult.de

Filmografie (Auswahl)

   

1964 TV

Held Henry (Regie: Peter Zadek)

1967 TV

Verbrechen mit Vorbedacht (Regie: Peter Lilienthal)
Danton (Regie: Herbert Vesely)

1968 Kino

Liebe, u.s.w. (Regie: George Moorse)

1969 TV

Horror (Regie: Peter Lilienthal)

1974 TV

Insomnia (Regie: George Tabori)

1975 TV

Polly oder die Bataille am Bluewater Creek (Regie: Jürgen Flimm)

1975 Kino

Cuore di cane (Regie: Alberto Lattuada)

1976 Kino

Police Python 357 (Regie: Alain Corneau)
Steiner - Das eiserne Kreuz (Regie: Sam Peckinpah)

1977 TV

Zeit der Empfindsamkeit (Regie: Wilma Kottusch)
Freddie Türkenkönig (Regie: Konrad Sabrautzky)
Das verschollene Inka-Gold (Regie: Wolfgang Staudte)

1977 Kino

Gruppenbild mit Dame (Regie: Aleksandar Petrovic)
Der Hauptdarsteller (Regie: Reinhard Hauff)
Deutschland im Herbst (Regie: Edgar Reitz)

1978 Kino

Chaines of Darkness (Regie: Karl Fruchtmann)
Der Schneider von Ulm (Regie: Edgar Reitz)

1979 Kino

Die Mars-Chroniken (Regie: Michael Anderson)
L'Associé (Regie: Réné Gainville)
Bloodline (Regie: Terence Young)

1981 Kino

Desperado City (Regie: Vadim Glowna)

1983 Kino

Dies rigorose Leben (Regie: Vadim Glowna)

1984 TV

Ein fliehendes Pferd (Regie: Peter Beauvais)

1984 Kino

Ediths Tagebuch (Regie: Hans W. Geissendörfer)

1984 Kino

Tschechow in meinem Leben (Regie: Vadim Glowna)

1985 TV

Im Totenreich (Regie: Karin Brandauer)
Die Nacht von Lissabon (Regie: Zbynek Brynych)

1986 Kino

Des Teufels Paradies (Regie: Vadim Glowna)

1991 Kino

Der Brocken (Regie: Vadim Glowna)

1991 TV

Miami Killer (Regie: Enzo G. Castellari)

1993 Kino

Im Himmel hört Dich niemand weinen (Regie: Carlo Rola)

1997 TV

Dies verlauste nackte Leben (Regie: Hans C. Blumenberg)

2000 TV

Les Misérables (Regie: Josée Dayan)

2000 Kino

Kalt ist der Abendhauch (Regie: Rainer Kaufmann)

2000 Kino

Die Unberührbare (Regie: Oskar Roehler)

2001 TV

Schwabenkinder (Regie: Dr. Jo Baier)

2002 TV

In der Mitte des Lebens, 3 Teile (Regie: Bernd Fischerauer)

2002 Kino

Baader (Regie: Christopher Roth)

2003 Kino

Mein Name ist Bach (Regie: Dominique de Rivaz)

2003 Kino

Der alte Affe Angst (Regie: Oskar Roehler.)

2004 TV

Nachtschicht - Blinde Wut (Regie: Lars Becker)

2004 TV

Die Rückkehr des Vaters (Regie: Jörg Grünler)

2004 TV

Tatort „Schattenhochzeit“ (Regie: Kaspar Heidelbach)

2004 Kino

Agnes und seine Brüder (Regie: Oskar Roehler)

 

Auszeichnungen (Auswahl):

   

1981

Camera d’Or für „Desperado City“
Großer Preis der Commission Supérieure Technique de Cinema
Français für „Desperado City“
Filmpreis für den besten Spielfilm des Jahres für „Desperado City“

2000

Nominierung Deutscher Filmpreis für „Die Unberührbare“

2001

Preis der deutschen Filmkritik: Bester Schauspieler des Jahres

2004

Premio Bacco der italienischen Filmkritik