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Ausstellung: |
Alfred Biber |
Neueste Arbeiten des Wiener Ikonoklasten Alfred Biber, der dazu anmerkt: JAHRELANG HABEN MICH DIE BILDER ATTACKIERT, JETZT SCHLAGE ICH ZURÜCK, was auch der Titel der Ausstellung ist.
Das klingt nach Kampfansage. Aber: Bibers Übermalungen bedeuten keine Absage. Sie sind ein Weitermachen in Erschöpfung. Sie sind nicht Protest, nicht Debakel, nicht Nihilismus, nicht Existenzialismus, nicht Expressionismus. Sein Werk hat die Bejahung zum Thema, die Bejahung der Erschöpfung, der Gewohnheit, des Kreises.
Biber radikalisiert seinen Umgang mit Meisterwerken etwa von Rubens, Cranach, Memling, Beckmann, um nur einige Namen aus dem unerschöpflichen Bildreservoir zu nennen. Sie werden nicht zur Evokation eines Atmosphärischen, sondern als Ganze bis zur Unkenntlichkeit transformiert. Der Raum einer möglichen Erzählung, einer Ikonographie, einer Stimmung wird ihnen geraubt. Übrig bleiben Bilder ohne Vorher und Nachher, Bilder in nackter Präsenz.
Das bedeutet die Zurücknahme des Menschenbildes zugunsten des Viehischen, Korrektur unseres anthropozentrischen Selbstverständnisses. Biber ringt um ein gerechtes, der Zeit gemäßes Weltbild. Seine Werke sind Ausdruck unserer, auf Veränderung drängenden Kultur. |
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